Schwieriger Lauf: Specht gewinnt Bronze
  09.03.2020 •     Wettkampf Pressemitteilung

Daniel Bilaniuk in der SZBZ: Der ganz große Wurf sollte Paul Specht bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften am Ende nicht gelingen. Im Rennen der U20-Junioren musste sich der Lokalmatador beim wilden Ritt durch Gras und Matsch auf dem Gelände des Sindelfinger Badezentrums nach 6,6 Kilometern den beiden ein Jahr älteren Kontrahenten Paul Feuerer vom LAC Passau und Roman Freitag vom Erfurter LAC geschlagen geben.

„Die Bronzemedaille ist ok. Aber die Enttäuschung überwiegt schon, bei diesem Heimrennen hätte ich natürlich gerne ganz oben gestanden“, sagte der Hoffnungsträger vom VfL-Sindelfingen im Ziel. Allerdings sei der sechsmal zu durchlaufende 1,1 Kilometer lange Rundkurs an vielen Stellen sehr tief und schlammig gewesen, da habe „er als schwerer Läufer Probleme bekommen“, konstatierte Specht.

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Uneingeschränkt jubeln konnten am Samstagnachmittag die U20-Juniorinnen des VfL Sindelfingen. Mit ihrem starken Auftritt holten Mia Jurenka (5. Platz), Antonia Greb (9. Platz) und Kim Bödi (10. Platz) in ihrer Konkurrenz souverän die Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Das freute auch VfL-Abteilungsleiter Jürgen Kohler. „Das ist ein toller Erfolg für die Mädels, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte“, sagte Kohler. Auch mit der Organisation rund um die Ausrichtung der deutschen Crosslauf-Meisterschaften zeigte er sich zufrieden. „Das haben wir vom VfL gemeinsam mit dem Württembergischen und Deutschen Leichtathletik-Verband gut hinbekommen. Die Resonanz ist sowohl bei den Sportlern als auch bei den vielen Zuschauern durchweg positiv“, freute sich Jürgen Kohler.

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Das dank des starken Teilnehmerfeldes mit großer Spannung verfolgte Mittelstrecken-Rennen der Männer wartete am Ende mit einer Überraschung auf. Denn der favorisierte Timo Benitz, der sich auf der 1500-Meter-Strecke noch Hoffnung macht, im August bei den Olympischen Spielen in Tokio laufen zu können, musste sich auf der Sindelfinger Crosslauf-Strecke am Ende mit Rang fünf zufriedengeben. „Auf der tiefen Strecke konnte ich nie richtig Tempo aufnehmen, deshalb hat es am Ende nicht für die ganz vorderen Plätze gereicht“, analysierte der 28-jährige Athlet von der LG farbtex Nordschwarzwald nach der Schlammschlacht über 4,4 Kilometer. Auch dem Sieger Simon Boch von der LG Telis Finanz Regensburg machte die Strecke zu schaffen. „Die ist richtig hart. Da freut man sich schon ein wenig darauf, bald wieder auf Bahn und Straße laufen zu dürfen“, lautete sein Fazit.

 

Im Mittelstreckenrennen der Männer mischten auch drei Sindelfinger mit. Mit der Medaillenvergabe hatte das VfL-Trio aber nichts zu tun, Robert Meyer lief in 15:14 Minuten auf Platz 17. Er hatte damit mehr als eine Minute Rückstand auf Sieger Simon Boch. Zweitbester Sindelfinger war Velten Schneider in 15:41 Minuten auf Rang 33. In dem letzten Rennen seiner Karriere erreichte Johannes Bergdolt in 16:24 Minuten auf Platz 61 das Ziel.

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Im Hauptlauf der Frauen über 5,5 Kilometer stand in Abwesenheit der Weltklasse-Läuferinnen Gesa Krause, Alina Reh und Elena Burkard eine zweifache Mutter ganz oben auf dem Podium. Denn Domenika Mayer von der LG Telis Finanz Regensburg ließ der Konkurrenz über die hier fünf gelaufenen Runden keine Chance.

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Im Langstreckenrennen der Männer wurde Samuel Fitwi Sibhatu seiner Favoritenrolle indes mehr als gerecht. Im Ziel lag der einst aus Eritrea nach Deutschland geflohene Läufer von der LG Vulkaneifel über eine Minute vor seinen Verfolgern. Wirklich angestrengt wirkte der 24-Jährige, der ebenfalls auf einen olympischen Start in Tokio hofft, auch nach den 9,9 Kilometern nicht. „Es hat richtig Spaß gemacht, und die Zuschauer haben entlang der Strecke für eine tolle Stimmung gesorgt“, freute sich Sibhatu nicht nur über seinen triumphalen Sieg.

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Freudig über die zahlreichen Zuschauer, die am Samstag bei den insgesamt 13 Läufen die über 1000 Teilnehmer zum Teil lautstark über die Strecke trugen, äußerte sich auch Christian Keipert. „Die Parkplätze sind voll, und die Stimmung auf dem Freibadgelände ist gut“, stellte der Leiter des Sindelfinger Sport- und Bäderamtes um die Mittagszeit fest. Und auch hinsichtlich des beim sportlichen Großevent in Mitleidenschaft gezogenen Grüns zeigte sich Keipert optimistisch. „Ich bin zuversichtlich, dass wir den Rasen bis zum Start der Freibadsaison wieder aufpäppeln können“.

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Mit den Bedingungen auf der Strecke zufrieden war Gerhard Müller. Dass es bei einer Crosslauf-Meisterschaft mitunter aufgrund von Schlamm, Matsch und tiefem Boden nicht einfach wird, ist für den Geschäftsführer des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes keine große Überraschung. „Anfang März muss man mit solchen Bedingungen rechnen. Dass die Strecke so trocken und hart ist, wie einst 2016 bei den baden-württembergischen Meisterschaften im Crosslauf hier im Sindelfinger Badezentrum, ist eher die Ausnahme“, machte Müller deutlich.

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Die Ergebnisse aller Läufe der deutschen Crosslauf-Meisterschaften im Badezentrum Sindelfingen inklusive der Platzierungen der 26 Starter vom VfL Sindelfingen findet man im Internet unter www.leichtathletik.de unter der Rubrik Ergebnisse.

Daniel Bilaniuk war beeindruckt, wie die Leichtathleten mit dem tiefen Boden klarkamen und hofft, dass der Rasen im Freibad bald wieder grün ist.

Bilder: Ralf Görlitz für die SZBZ.

erstellt von Daniel Bilaniuc (SZBZ)


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