Frisch gestärkt auf nach Olympia
  15.07.2021 •     Veranstaltung Pressemitteilung

Edip Zvizdiç für die SZBZ vom 15.07.21: Sindelfinger Leichtathleten schicken Carolina Krafzik und Constantin Preis mit besten Wünschen auf die Reise zu den Sommerspielen Leichtathletik. Nur noch ein paar Tage bis zum Check-in. Am Montag startet der Flieger in Richtung Tokio, jetzt durften sich Carolina Krafzik und Constantin Preis in „Kramer’s Stüble“ im Erikson Hotel noch einmal mit besten Wünschen auf die Schulter klopfen lassen. Von der VfL-Abteilungsleitung, den Freunden der Sindelfinger Leichtathletik sowie vom Hauptsponsor Euronics Elsässer.

„Für uns als Hauptsponsor ist es sowohl eine Freude als auch eine Ehre, bereits das dritte Mal unsere Sportler verabschieden zu dürfen. Mit dem dritten Mal ist diese Veranstaltung nun auch schon Tradition“, sagte Eberhard Elsässer und strahlte mit den Athleten um die Wette. 2016 vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sowie 2019 vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Doha/Katar hatte der VfL Sindelfingen seine Starter ebenfalls feierlich verabschiedet. Mitinitiator war damals Herbert Bohr, der kürzlich verstorbene Grandseigneur der Sindelfinger Leichtathletik. Zu seinen Ehren gab es eine Gedenkminute.

Hut ab!

Im Mittelpunkt standen danach aber die beiden deutschen Kaderathleten, die sich über die 400 Meter Hürden nicht nur ihren jeweils dritten DM-Titel in Serie gesichert hatten, sondern auch noch die Olympianorm knackten. Athletenmanager Bernd Koschka hob dabei sowohl die akribische Vorbereitung hervor, als auch das Selbstbewusstsein seiner Schützlinge: „Hut ab, wie sich Caro und Constantin von kleineren Rückschlägen nicht haben von ihrem Weg abbringen lassen!“

Auch die beiden Trainer – Werner Späth (Carolina Krafzik) sowie Sebastian Marcard (Constantin Preis) – überhäufte Bernd Koschka mit reichlich Lob. „Ihr seid über das Sportliche hinaus Psychologen, denn die Kombination zwischen Training und Wettkampf ist eine permanente Gratwanderung. Ein Wettkampf zu viel kann alles einstürzen lassen.“ Dass die beiden Privattrainer nicht mit nach Tokio reisen, liegt an den Corona-bedingten Auflagen der Japaner. Sie verwehren nicht nur den ausländischen Zuschauern die Einreise, sondern auch den eigentlichen Coaches der Sportler. In Tokio werden Carolina Krafzik und Constantin Preis von Bundestrainer Volker Beck betreut.

„Was wird da noch möglich sein?“

Eine sportpolitische Note färbte Sindelfingens Erster Bürgermeister Christian Gangl: „Diese Erfolge sind umso beeindruckender, da die neuen Sportstätten erst in zwei bis drei Jahren fertig sind. Was wird wohl dann erst möglich sein?“ Anerkennend zeigten sich aber auch die Leichtathleten in Richtung der Stadt Sindelfingen. Die beiden Athleten laufen derweil so langsam heiß. „Ich habe mit der Teilnahme geliebäugelt, jetzt wird sie Realität“, strahlte Carolina Krafzik, die neben ihrer Paradedisziplin, bei der sie mindestens ins Halbfinale vorstoßen will, auch in der 4 x 400-Meter-Staffel an den Start gehen wird.

Constantin Preis, der in der Staffel als Ersatzmann vorgesehen ist, will ins Finale des 400-Meter-Hürden-Wettbewerbs gelangen. Beim Meeting in Genf ist er neulich persönliche Bestzeit (48,60 Sekunden) gelaufen. „Sollte es mir gelingen, in Tokio meine Bestzeit erneut verbessern zu können, dann ist das Finale der besten Acht keine Utopie.“

Namen und Zahlen

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio laufen vom 23. Juli bis 4. August. Insgesamt gibt es 339 Wettbewerbe (165 für Männer, 156 für Frauen, 12 im Mixed, 6 offen).

Neu im Programm sind Baseball/Softball, Karate, Sportklettern, Skateboard und Surfen.

Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt plus 7 Stunden.

Athleten aus dem Kreis Böblingen sind Carolina Krafzik und Constantin Preis (Leichtathletik, VfL Sindelfingen), Kim Bui (Turnerin aus Ehningen in Diensten des MTV Stuttgart), Katharina Menz (Judo-Kämpferin aus Magstadt, TSG Backnang und Olympiastützpunkt Sindelfingen), Lisa Brandau (Radsportlerin aus Schönaich) und Franziska Brause (Radsportlerin beim RSV Öschelbronn). weg

Tokio 2020 - jetzt 2021!

erstellt von Edip Zvizdiç für die SZBZ

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