Eine Hammerwurf-Legende geht!
  23.11.2022

In den 90er Jahren beherrschten die Sindelfinger Hammerwerfer das Geschehen in den Anlagen des Landes. Fritz Jooß, ein Vater dieser Entwicklung ist nun 75 jährig verstorben.

Wir trauern um
Fritz Jooß

Unser langjähriges Abteilungsmitglied Fritz Jooß ist vor wenigen Tagen verstorben.

Bis Ende der 90er Jahre war er aktiver Trainer und davor auch aktiver Athlet seiner Disziplin -
dem Hammerwurf.

Auf den Anlagen im Floschenstadion war er stets anzutreffen und zog nach und nach die gesamte Elite des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes in seine Trainingsgruppen.

Fritz selbst hat eine Bestleistung von 47,56 m (1970) aufzuweisen. Noch bis in das Jahr 1983 konnte man seine Leistungen im Hammerwurf in den Bestenlisten des Verbandes verfolgen.

Als Ingenieur beim „Daimler“ lag ihm die Technik dieser schwierigen Disziplin sehr am Herzen. Auch pflegte er und seine Mitstreiter (Herbert Buhl und Helmut Walentin) die Wurfanlagen auf der Werferwiese im Floschenstadion. Eine dauerhaft zu nutzende Wurfanlage, wie selten im Land.

Durch die Bundesliga-Teilnahmen der Sindelfinger Leichtathleten bis in die 90 Jahre hinein, brauchte man das Hammerwerfen als eine der vielen Disziplinen. Bei den Bundesliga-Wettkämpfen müssen immer drei Athleten an den Start gehen, wobei die beiden Besten gewertet werden.

Die Nachfrage nach einem kompetenten Wurftrainer war in den 90er Jahren sehr groß. Einer der prominentesten Athleten war zweifellos Dr. Achim Keller. Seine Bestleistung: 67,14 m aus dem Jahre 1984. Besonders beeindruckend stellt sich die Jahresbestenliste des WLV aus dem Jahr 1985 dar. Ab dem zweiten Rang nur VfL Sindelfingen: Achim Keller (66,80m), Günther Springer (62,84m), Thomas Spott (62,48m), Markus Graßmann (57,98m), Matthias Burkhardt (51,44m), Jens Henkies (46,14m), Frank Emmler (44,94 m). Sindelfingen war lange das Zentrum des Hammerwurfs in Württemberg. Dies alles Dank des Einsatzes von Fritz Jooß.

Auch für unseren Landesverband war Fritz Jooß für einige Zeit als Landestrainer aktiv und hatte so den Kontakt zu den Wurftrainern und Werfern im Land.

In den 2000er Jahren – ohne Bundesliga- traten die Hammerwerfer eher in den Hintergrund. Die Zeit der 400m Läufer war gekommen. Fritz Jooß war aber immer zur Stelle, wenn Mithilfe gefragt war. Zusammen mit Egon Schuhmacher und Dieter Gauger bildete er lange das „gefürchtete Trio“ im Sindelfinger Kraftraum. Die Oldies trafen sich regelmäßig zur Körperertüchtigung im alten Floschenstadion.

Wie nahezu alle aus der Familie Jooß (Hans, Charlotte, die Kinder Jürgen und Jutta, Claudia und Andreas) waren mit der Leichtathletik-Abteilung eng verbunden.

Wir werden sein Wirken und seine Unterstützung in Ehren halten.

erstellt von Dieter Locher

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