VfL Nachwuchs im Gespräch

erstellt von Dieter (zuletzt bearbeitet am 08.11.2017)

Die Sindelfinger Jugendbürgerstiftung will von vier ambitionierten VfL-Leichtathleten wissen, ob Olympia immer noch das Maß aller Dinge ist.

VfL Nachwuchs

Springen, Laufen oder Werfen, all die Sportarten werden unter dem Begriff Leichtathletik zusammengefasst und sind schon so alt, wie die Mutter aller sportlichen Wettkämpfe, Olympia. Ist Olympia für erfolgreiche Sportler gerade in jungen Jahren immer das Ziel aller Ziele – oder gibt es doch andere Prioritäten?

Dieser Frage ging die Sindelfinger Jugendbürgerstiftung bei ihrer Gesprächsrunde „Sindelfingen aktuell“ nach und fragte bei jungen, erfolgreichen Sportlern nach. Aleksander Gacic, Jacqueline Hamann, Velten Schneider und Paul Specht sind das, was im Sport als Nachwuchstalente bezeichnet werden. Sie alle sind Mitglied in der Leichtathletikabteilung des VfL Sindelfingen, sie sind jung und ihre Erfolge sind vielversprechend.

Dass Erfolg neben dem Talent, von Trainingsfleiß und Ehrgeiz abhängt, wird im Gespräch mit den beiden Moderatoren Alina-Aimèe Braumann und Ravan von Göler schnell klar. Paul Specht dazu: „Sportliche Erfolge erfordern hartes Training, das ist die Basis und der Faktor Glück ist meiner Meinung nach eher zweitrangig.“ Er selbst ist Läufer und spielt zusätzlich auch im Fußball einen gepflegten Ball und ergänzt auf die Frage, was Sport und Training für ihn sei: „Es ist mehr als ein Hobby, es ist was Eigenständiges.“

Velten Schneider, seit diesem Herbst Student, meint auf die Frage, inwieweit sich gerade die Abiturphase mit seinem Training vereinbaren lässt: „Ich musste keine Abstriche machen, da manches zwischen den einzelnen Klausuren flexibler war, als sonst.“ Auch er betont, dass ein gutes Zeitmanagement notwendig ist und Jacqueline Hamann meint, dass sie eben ihren Freundeskreis im Sportverein habe und dort ihre Freunde treffe, während andere ein Mehr an Freizeit haben.
Aber  dreht  sich  jetzt  tatsächlich  alles um Olympia als ganz persönliches Ziel? Offensichtlich ist trotz der sportlichen Erfolge und Träume auch eine gute Portion Realismus bei den Nachwuchstalenten vorhanden ist. Jacqueline Hamann und Paul Specht sind sich einig, dass kleine Ziele in näherer Zukunft für sie im Moment mehr zählen. „Olympia 2024 ist noch weit entfernt, bis dahin kann noch viel passieren“, bringt es Paul Specht auf den Punkt und ergänzt: „Die nächsten Wettbewerbe und ein gutes Abschneiden sind viel entscheidender.“
Dem stimmt Jacqueline Hamann zu und sagt: „Die Luft an der Weltspitze ist dünn und nur wer Schritt für Schritt seinen Weg geht, kommt auch nach oben.“ Für Aleksander wäre es der absolute Traum einmal bei Olympia zu starten und Velten Schneider bringt es für sich persönlich auf den Punkt: „Bei allen Träumen muss man einfach auch realistisch bleiben und das heißt für mich, ich studiere und erlerne einen Beruf, denn jede Sportkarriere ist irgendwann zu Ende.“

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Info

Unter dem Motto „Sindelfingen aktuell – früher oder später kriegen wir sie alle“, setzt die Jugendbürgerstiftung ihre vor zwei Jahren gestartete Reihe fort. Damals waren Fußball-Europameister Hansi Müller und VfL Sindelfingen-Kapitän Daniel Kniesel im Theaterkeller Talkgäste des jungen Moderatoren-Duos Hannah-Lea Braun und Milenko Milojevic. Mehr unter jugendbuergerstiftung.de im Netz.

Von einem war Annette Nüßle angetan: „Der Sport steht bei diesen jungen Menschen absolut im Fokus, der Blick geht trotzdem über den Tellerrand hinaus.“
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Bild: Aleksander Gacic (Jahrgang 1999): Bei den süddeutschen Meisterschaften 2016 holte er Silber über die 110-Meter-Hürden und auch beim Hürdensprint in der Halle. Bild: Drechsel/A

VfL Sindelfingen Abteilung Leichtathletik
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