Nina Nawroth überzeugt bei sibirischer Kälte

(zuletzt bearbeitet am 11.03.2018)

Nina Nawroth ist mit dem Gewinn von DM-Bronze erfolgreich in die Saison gestartet.

Nina Nawroth mit dem Speer


Nina Nawroth, Nachwuchsspeerwerferin aus Wildberg, hat bei der deutschen Meisterschaft im Winterwurf in Halle an der Saale in der Klasse U18 mit 45,64 Metern Bronze gewonnen.

Erst Anfang Februar hatte Nina Nawroth, die für den VfL Sindelfingen startet, wieder mit dem Speerwerfen im Freien angefangen. Wochen davor war sie wegen einer Sprunggelenksverletzung au-ßer Gefecht. Daher konnten auch nur ganze drei Speerwurfeinheiten draußen abgehalten werden.

Das schlechte Wetter mit fast schon sibirischer Kälte tat sein Übriges dazu. Bei einem Einladungswettkampf in Offenburg, bei dem auch Speerwurfweltmeister Johannes Vetter vor Ort war, konnten zahlreiche Athleten ein erstes Mal im Kalenderjahr 2018 den Speer unter Wettkampfbedingungen fliegen lassen. Dort allerdings wurde aus einer Halle durch das offene Tor raus ins Freie geworfen.

Diesen Luxus hatten die Werfer in Halle an der Saale nicht. Sehr schwierige äußere Bedingungen machten es vor allem den Speerwerferinnen, nicht leicht, in den Wettkampf zu finden.

Zu den Minustemperaturen kam noch ein stürmisch böiger Wind von schräg vorne dazu. Nina Nawroth startete mit einem Fehlversuch. Der 500 Gramm schwere Speer segelte meterweit rechts aus dem Korridor und wurde unwillkürlich für die Kampfrichter und Zuschauer des parallel stattfinden Diskuswettbewerbs zu einem nicht ungefährlichen Flugobjekt.

Speer segelt beim ersten Versuch weit aus dem Korridor

Nina Nawroth musste sich komplett mit einer anderen Technik auf diese Bedingungen einstellen, was dann auch ab dem zweiten Wurf immer besser wurde. Mit 44,02 Metern im dritten Versuch qualifizierte sie sich als Vierte des Vorkampfes souverän für das Finale der besten acht Werferinnen. Das erste Ziel war damit schon mal erreicht.

"Jetzt will ich mehr, da geht noch was", so die Kampfansage der Wildbergerin an die drei vor ihr liegenden Konkurrentinnen. Im fünften Versuch schleuderte sie den Speer auf starke 45,64 Meter. Als auf der Videotafel der 3. Platz angezeigt wurde, war die Freude riesengroß.

Beim letzten Versuch aller Athletinnen war nun nicht nur aufgrund der Kälte das große Zittern angesagt. Aber keine der Verfolgerinnen konnte ihr den Bronzeplatz noch streitig machen. Gold und Silber ging an die Bundeskaderathletinnen Lea Wipper und Lilly Urban. Der Abstand zu Silber betrug ganze 80 Zentimeter.

Mit der Bronzemedaille um den Hals, diesmal aus Glas, hat Nina Nawroth die lange Heimfahrt angetreten. Nächstes Ziel ist der Titelgewinn bei den baden-württembergischen Meisterschaften.

Norm für U18-EM durchaus machbar

Im Juni, bei der U18-Gala in Schweinfurt, gilt es die Norm für die U-18 Europameisterschaften in Ungarn zu knacken. Bei einer weiteren Leistungssteigerung ein nicht gänzlich ausgeschlossenes Unterfangen.

Die Winterwurfmeisterschaften in Halle wurden parallel zu den deutschen U 20-Hallenmeisterschaften ausgetragen.

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