Niko Kappel zum "Behindertensportler des Jahres" gewählt

erstellt von Sportinformationsdienst (zuletzt bearbeitet am 26.11.2017)

Kugelstoßer Niko Kappel und Mono-Skifahrerin Anna Schaffelhuber sind die Behindertensportler des Jahres.

Behindertensportler des Jahres 2017

26.11.2017 | Auszeichnung


SID/pr

Die beiden Weltmeister wurden am Samstagabend bei der Ehrung des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) in Köln ebenso ausgezeichnet wie die 4x100-Meter-Gold-Staffel um Sprintstar Johannes Floors als Mannschaft 2017.

 

Die fünfmalige Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber (24 Jahre; Bayerbach) hatte bei der Ski-WM im Januar in Tarvisio (Italien) in der Abfahrt und im Slalom der Startklasse Damen sitzend Gold geholt. Es waren die WM-Titel sieben und acht für die querschnittsgelähmte Studentin.

Der kleinwüchsige Niko Kappel (22 Jahre; Sindelfingen) hatte bei der Leichtathletik-WM im Juli in London (Großbritennien) Gold im Kugelstoßen gewonnen und hatte nach dieser erfolgreichen Saison schon 2016 die Auszeichnung "Behindertensportler des Jahres" erhalten. Der Paralympics-Champion von Rio des Janeiro (Brasilien) gewann den Wettbewerb der Startklasse F41 mit einer Weltrekordweite von 13,81 Metern. In seiner noch jungen Karriere hat der Sindelfinger, der von Peter Salzer trainiert wird, bereits bei der WM 2015 und EM 2016 mit Silbermedaillen geglänzt.
Mannschaft des Jahres: Sprint-Staffel mit Floors, Rehm und Co.

Die Sprint-Staffel mit Johannes Floors, Leon Schäfer, Markus Rehm und Tom Malutedi war bei der WM in London erst mit Verzögerung auf dem obersten Podest gelandet. Gut eine halbe Stunde nach dem Rennen wurde der vermeintliche Sieger USA wegen eines Wechselfehlers nachträglich disqualifiziert und der Zweite aus Deutschland als Sieger bestätigt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Staffel paralympisches Gold und den Titel „Mannschaft des Jahres" 2016 gesichert, diesen Sommer gelang den Leverkusener Sprintern in der Startklasse T42-T47 mit neuer Besetzung erneut der Coup. Weil Felix Streng, David Behre und Ersatzmann Heinrich Popow verletzt fehlten, sprang Léon Schäfer, der als DBS-Nachwuchssportler geehrt wurde. Der 20-Jährige meisterte den Spagat zwischen Studium (Sportmanagement) und Leistungssport in der vergangenen Saison mit Bravour.

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hatte die Leichtathletik-WM mit insgesamt 22 Medaillen (8 Gold, 7 Silber, 7 Bronze) beendet. Die Ehrung der Behindertensportler 2017 fand im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln bei einem Festakt mit 400 geladenen Gästen statt. Der vormalige Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt wurden vom DBS für ihr Engagement im Behindertensport mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Quelle: Sport-Informations-Dienst (SID)

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